Jun Tong Hapkido - Koreanische Kampfkunst

Jun Tong Hapkido - Koreanische Kampfkunst

In Paderborn trainieren wir den Hapkido-Stil Jun Tong Won, der um 1970 von Karl-Heinz Kickuth begründet wurde und als technische Symbiose aus dem Daehan Hapkido (Kim Sou-Bong) und Kuk Sool Won Hapkido (Pak In-Shyuk) hervorging.

Aufgrund des Anspruchs die traditionellen Elemente beider Stile zu bewahren, wurde die Bezeichnung Jun Tong Won Hapkido ausgewählt, was sich als 'Hapkido der traditionellen Schule' umschreiben lässt.

1986 wurde Kickuth von Großmeister Pak mit dem 7. Dan ausgezeichnet. Seit Kickuths Tod (2001) wird Jun Tong Hapkido von Detlef Klos vertreten, dem 2017 der 9. Dan von Seo In-sun zugesprochen wurde.

Seit 2013 ist Jun Tong Hapkido an die koreanische Hanminjok Hapkido Association angegliedert, sodass wir im regelmäßigen Austausch zu Großmeister Seo und seinen Söhnen Scott und Steve stehen und abgelegte Graduierungen in Korea anerkannt werden.

   
    

Im Jun Tong Hapkido werden aufgrund der chinesischen Einflüsse unseres Hanminjok-Mutterstils zahlreiche Waffen (Mugi) unterrichtet, die über das übliche Waffencurriculum im Hapkido hinausgehen.
Der Umgang mit den - teils traditionsreichen - Waffen hat drei Säulen und Zielsetzungen:

1. Training einer effizienten Körperarbeit
2. Schulung der Aufmerksamkeit
3. Übertragung von Prinzipien auf das waffenlose Üben

Das Waffentraining wird zunächst über Formen (Hyeong) vermittelt, bevor mit einem Partner geübt wird. Trainiert wird mit Übungswaffen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Waffentechniken werden im Allgemeinen erst an fortgeschrittene und erwachsene Schüler unterrichtet. Eine Ausnahme bilden die Kurzstocktechniken, die bereits an Anfänger vermittelt werden.

Folgende Waffen sind Teil unseres Stils:

- Messer (Kal)

- Kurzschwert bzw. "Schmetterlingsschwert" (Dangeom)

- Kurzstock (Danpong)

- Mittelstock (Jungpong)

- Langstock (Jangpong) bzw. Speer (Chang)

- Spazierstock (Jipangi)

- Schwert (Junggeom)

- Fächer (Buchae)

- Gürtel (Tti) bzw. Seil (Batjul)
 

       
     


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1 zur Aussprache: Die Transkription des Vokals <u> in Jun orientiert sich an der englischen Aussprache (z.B. wie in sure). Übertragen in die deutsche Sprache wird es daher als offenes 'o' wie in Oktober ausgesprochen. Nach Revidierter Romanisierung würde die Umschriftung Jeon (vgl. Yeop Chagi) lauten, aber natürlich gleichlautend ausgesprochen.

2 Hinweis: Im allgemeinen Sprachgebrauch bleibt der Zusatz Won (sinngemäß: 'Schule') außen vor, sodass die Kurzform Jun Tong Hapkido üblich ist.